Geschäftsmodelle für neue Mobilitätskonzepte
Im Zuge der aktuellen Entwicklungen gibt es auch immer wieder neue Mobilitätskonzepte. Doch welche Geschäftsmodelle sind die richtigen? Bei der INCOVISion 2010 wurden einige Ideen vorgestellt und diskutiert.

Dr. Tom Reinhold, Deutsche Bahn AG
Für Dr. Tom Reinhold, Leiter Konzernstrategie und Verkehrsmarkt der Deutschen Bahn AG, liegt die Zukunft der Mobilität in der Realisierung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte, die ein bestmögliches Zusammenspiel unterschiedlicher Verkehrsträger für den Kunden garantieren. Der Erwerb von Kilometern bzw. Reisedistanzen statt dem Besitz eigener Fahrzeuge steht dabei im Vordergrund. „Insgesamt wird die E-Mobilität durch solche Konzepte unterstützt“, so Reinhold.
Rolf Schumann von Better Place betrachtet die Entwicklung zu alternativen Antriebskonzepten als unvermeidlich. Es gilt, „sich von der Abhängigkeit vom Öl zu lösen.“ Das Better Place Konzept hebt dabei den Nachteil der Batterieantriebe (hoher Anschaffungspreis, lange Ladezyklen) durch die Entkopplung von Fahrzeug und Batterie auf.
Für Jesko Herrmann von der Bertrandt Projektgesellschaft mbH stellt die IT-Integration innerhalb und zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern die wesentliche Herausforderung dar und wird der „Enabler“ zukünftiger Mobilität. Neben den technischen Aspekten darf aber auch der Endverbraucher nicht außen vor bleiben. „Der Kunde und seine Bedürfnisse stehen bei der Entwicklung alternativer Mobilität zu wenig im Vordergrund“, so Herrmann.
Diese Auffassung wird durch den Automobilhandel unterstützt. Für Volker Dannath, Vorsitzender des Vorstandes der Schwabengarage AG, müssen der Kunde und seine Bedürfnisse in den Vordergrund aktueller Diskussionen rücken. „Der Automobilhandel ist jedoch noch nicht auf den Wandel der Mobilität vorbereitet“, so Dannath. OndÅ™ej VaculÃn vom TÜV SÜD sieht im Handel und in Kfz-Werkstätten ebenfalls entsprechenden Schulungsbedarf auf E-Fahrzeuge.
Aber auch über die Frage der technischen Umsetzbarkeit haben sich die Teilnehmer der INCOVISion 2010 Gedanken gemacht und diskutiert. Die Ergebnisse folgen in den nächsten Tagen.

